Behandlung der Arthrose beim Hund

Arthrose beim Hund - ganzheitlich behandeln

Arthrose bedeutet nicht nur die Erkrankung eines einzelnen Gelenkes. Sie belastet den gesamten Organismus: Muskeln, Gelenke und Psyche. Deshalb ist eine umfassende Therapie nach meiner Erfahrung am besten für Ihren Hund. Dazu gehört:

  • Schmerzbehandlung: Heilkräuter, Akupunktur, Homöopathie, Magnetfeld oder z.B. Wärmebehandlung können hier erfolgreich eingesetzt werden
  • Bewegungstherapie, Massage, Physiotherapie
  • angepasste Ernährung (und notfalls Diät)
  • Psyche: Spiel und Spass für den Hund mit Arthrose helfen seiner Gesundheit
  • täglicher Umgang: Rampe, falls nötig, Mantel, ...

Viele Dinge spielen zusammen, damit Sie und Ihr Hund trotz einer Arthrose glücklich und zufrieden zusammenleben. Individuell ausgewählte, für Ihren Hund und seine Probleme angepasste Therapien sind ein Baustein dazu.

Nicht jeder Hund braucht alles. Und sehr vieles können Sie selbst tun. Mit dem ganzheitlichen Ansatz wirken Sie der Arthrose Ihres Hundes nachhaltig entgegen. Und so fördern Sie das körperliche Gleichgewicht Ihres Tieres - also seine Gesundheit - umfassend.

Welche Gelenke sind beim Hund besonders von Arthrose betroffen?

Eigentlich kann sich an jedem Gelenk eine Arthrose bilden. Meist findet man sie an besonders belasteten Gelenken. Hüfte und Knie und die kleinen Wirbelgelenke bei einer Spondylose/Spondylarthose sind besonders häufig. Am Vorderbein sind Ellbogen und Handgelenk betroffen. In den Hundepfoten werden die kleinen Gelenke beim Kurvenlaufen gebraucht, wenn der Hund beim Toben die eigenen "Spikes" einsetzt.

Trotzdem ist Arthrose nicht vorherbestimmt. Sie kann verzögert werden oder sogar völlig verhindert. Und sollte bei Ihrem Hund doch eine Arthrose festgestellt werden, ist das nicht das Ende eines fröhlichen Hundelebens.

ein Münsterländer-Rüde im galopp: fit und lebensfroh, obwohl er hier bereits 15 Jahre alt ist
mit 15 Jahren: fröhlich und lebenslustig, nur mit Akupunktur, Homöopathie und angepasster Ernährung

Arthrose beim Hund homöopathisch behandeln?

Die homöopathische Unterstützung eines Hundes mit Arthrose kann sehr erfolgreich sein. Ein individuell ausgesuchtes homöopathisches Mittel - wie es den Regeln der klassischen Homöopathie entspricht - kann Ihrem Hund wirklich sehr helfen. Sogar in einem akuten Schub, wenn die Schmerzen groß sind. Allerdings gilt auch hier: als Einzeltherapie der Arthrose ist auch die Homöopathie nicht so gut. Ein individuell angepasster Muskelaufbau und entsprechende Bewegung sollten immer auch sein. Dann aber kann es wunderbare Ergebnisse zeigen.

eine Drahthaar-Hündin vor dem Kofferraum: sie kann nicht mehr allein hineinspringen
Hilfe beim täglichen Zusammenleben - Hilfe für die altgewordenen Hunde, z.B. mit einer Rampe, um leichter ins Auto zu kommen

Jeder Hund ist einzigartig. Das gilt auch für die Symptome, die er bei einer Krankheit zeigt, und die Art, wie er mit Einschränkungen umgeht.

Wie gut sind die Heilungschancen bei Arthrose?

Leider ist Arthrose nicht heilbar. Aber die Schmerzen Ihres Hundes können sehr gut gelindert werden. Die Beweglichkeit seiner Gelenke kann erhalten bleiben. Die Zerstörung des Gelenkes durch die chronische Entzündung kann so weit verlangsamt werden, dass auch ein Hunde-Senior noch fröhlich spazieren gehen kann - und toben.

Hilfe zur Selbsthilfe bei Arthrose

Arthrose beeinflusst nicht nur ein schmerzendes Gelenk, sondern sie belastet ein ganzes Lebewesen. Psyche und sogar das Immunsystem leiden darunter. Eine Schonhaltung ist innerhalb weniger Tage gelernt und bleibt erhalten, auch wenn es eigentlich keinen Grund mehr dafür gibt. Deshalb genügt auch die Gabe eines Schmerzmittels meist nicht, um eine Arthrose dauerhaft erfolgreich anzugehen.

Eine Arthrose ist nicht nur ein schmerzhaftes Geschehen am Hinterfuß durch eine gebrochene Zehe (zum Beispiel). Auch die Muskulatur muss berücksichtigt werden, die Psyche, die Ernährung und das Lebensumfeld Ihres Hundes, um ihm so gut wie nur möglich zu helfen. Mit einer ganzheitlichen Behandlung sind so erstaunliche Ergebnisse möglich.

Was können Sie tun, damit es Ihrem Hund trotz seiner Arthrose gut geht?

  • Achten Sie auf die Schmerzen Ihres Hundes

Schmerzmittel für den Notfall helfen hier sehr. Eine langfristige Lösung sind sie aber nicht. Passende homöopathische Mittel, Akupunktur oder Heilkräuter können auch langfristig helfen und sind meist verträglicher. Einfache Wärmeanwendungen aus der Physiotherapie oder eine Massage, die Sie selbst erlernen können, können Ihnen helfen, die Schmerzen Ihres Hundes zu lindern.

    • Sorgen Sie für eine kräftige Muskulatur.

Sie entlastet die kranken Gelenke. So helfen Sie Ihren Hund, trotz Arthrose fröhlich laufen zu können. Je kräftiger und beweglicher ihr Hund ist, desto beweglicher und fitter sind auch die Gelenke. So können Sie viel für Ihren Hund tun: Nicht nur am Sonntag die große Runde gehen, sondern auch in der Woche mehr - natürlich angepasst. Das ist gerade für Hunde mit Arthrose wichtig. Für die lockere Muskulatur können Sie selbst mit Massage oder Wärmeanwendungen sorgen. Auch Bewegungsübungen sind hier sehr hilfreich. Und die Chinesische Medizin hilft mit Akupunktur oder bestimmten Heilkräutern.

    • die gesunde Ernährung des ganzen Körpers

Eine gesunde Fütterung und passende Bewegung verbessert die Durchblutung. Die Nährstoffe kommen so dort an, wo Ihr Hund sie braucht: für seine Muskeln, Knochen und Gelenke. Es gibt auch einige Nahrungsmittel, die bei einer Arthrose besonders hilfreich sind, die entzündungshemmend wirken oder den gelenkknorpel unterstützen.

    • Beachten Sie im täglichen Umgang die Arthrose Ihres Hundes.

Manches sollte ein Hund mit Arthrose nicht mehr machen. Ballspielen mit dem plötzlichen Stopp gehört eindeutig dazu. Beim Autofahren hilft eine Rampe beim Einsteigen. Ein hoch gesteller Napf kann bei einer Arthrose in den Vorderbeinen oder im Halsbereich Schmerzen vermeiden. Bei glatten Untergründen helfen z.B. "Teppichpfade". Denn jede unkontrollierte Bewegung, jeder Ausrutscher kann für ihren Hund zu Schmerzen, Unsicherheit und Stress führen.

Was können Sie für Ihren Hund tun?

Es gibt viele einfache Mittel, mit denen Sie Ihrem Hund täglich helfen können. Dazu gehören Techniken der Physiotherapie, einfache Massagegriffe, Akupressur, die Sie selbst erlernen können, eine gesunde Ernährung und tägliche Bewegung.

Je mehr Sie im täglichen Leben die Krankheit Ihres Hundes berücksichtigen und ihn mit individuell ausgesuchten, ineinandergreifenden Therapien behandeln, desto größer ist die Chance, Ihren Hund zufrieden und glücklich zu sehen. Denn Sie wirken der Arthrose dauerhaft entgegen. So fördern Sie das körperliche Gleichgewicht - also die Gesundheit Ihres Hundes - umfassend.

Eine ganzheitliche Behandlung umfasst nicht nur die Behandlung der Schmerzen. Sie bietet auch Ratschläge, wie Sie das Leben Ihres Hundes selbst erleichtern können - tagtäglich. Ein guter Therapeut bietet Ihnen Hilfe mit Anleitungen zu Techniken aus der Physiotherapie, zu Akupressur und zur angepassten Fütterung ebenso wie Therapiegeräte zum Ausleihen wie Magnetfelddecken.

Bei der Therapie sollte auch die Psyche berücksichtigt werden. Und das können Sie selbst am besten. Wenn Ihr Hund sich wohl fühlt, wenn er täglich Erfolgserlebnisse hat, geht es ihm besser. Und dann schmerzen auch die Gelenke und Muskeln nicht mehr so.

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