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Grasmilben

von Ulrike Eckert

Grasmilben: Was hilft Ihrem Hund? Mit der Wärme kommen auch die Grasmilben wieder - jeden Sommer erneut

ein Hund tobt immer Sommer durch das Gras: es ist die Heimat der Grasmilben, kleiner Parasiten, die heftigen Juckreiz verursachen können

Wir leben im Grasmilben-Land. Hier im Erftkreis sind die kleinen Biester wirklich aktiv. Aber nicht jeder Vierbeiner, an dem Grasmilben gefunden werden, muss umbedingt behandelt werden: für die meisten Tiere sind die kleinen Milbenlarven unschädlich.

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund oder Ihre Katze von den Parasiten heimgesucht wurde, sollten Sie die betroffenen Hautstellen zunächst genau unter die Lupe nehmen. Bei genauem Hinschauen erkennen Sie kleine orange-gelbe oder ziegelrote Punkte auf der Hundehaut - wenn sich der Vierbeiner nicht bereits wundgekratzt hat.

Die Larven der Grasmilbe, die das Jucken hervorrufen, bevorzugen Stellen mit dünner Haut: Die Wirbel an der Brust, der Zwischenzehenbereich und natürlich alles, das mit dem Boden und dem Gras in Berührung kommt. Pfoten, Kopf, Beine, Bauch und Brust sind so die Orte, an denen die Grasmilben sich festsetzen. Bei Katzen sind das Innere der Ohrmuscheln und die wenig behaarte Haut davor besonders betroffen. Bei Pferden ist es vor allem der Kronsaum und der Kopf.

Behandlung von Grasmilben: Juckreiz lindern

Bei manchen Tieren verursachen Grasmilben heftigen Juckreiz (und beim Kratzen wird alles noch schlimmer). Weiteren Schaden richten die Milben nicht an. So genügt es, die Symptome zu behandeln. Gegen den Juckreiz hilft waschen. Ein mildes Shampoo genügt meist. In Verbindung mit Ätherischen Ölen kann das auch den Juckreiz lindern. Bei vielen Hunden reicht es völlig aus, wenn Sie Ihren Vierbeiner nach dem Toben mit lauwarmem Wasser abwaschen und die Larven so wegspülen.

Aber wenn der Juckreiz anhält?

Entzündungen behandeln

Wenn sich die Haut um die Einstichstellen herum entzündet, sind weitere Maßnahmen nötig. Entzündungslindernde Salben oder Öle können dann meist gut helfen. Aber es kann auch ein Zeichen sein, dass der Vierbeiner eine Allergie entwickelt hat. Und ein Hund, der sich an heißen Tagen (wund-)leckt, kann leicht einen Hot Spot entwicklen - eine sogenannte pyotraumatische Dermatitis. Diese ist sehr schmerzhaft für den Hund. Katzen bringen es fertig und kratzen sich bis auf das Blut - mit ihren Scharfen Krallen sind sie bei Juckreiz besonders gefährdet (und waschen kann man sie auch nicht gut ;-))

Sind Sie unsicher, ob wirklich Grasmilben für die Beschwerden Ihres Hundes verantwortlich sind, sollten Sie auf jeden Fall einen Therapeuten aufsuchen.

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