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Zecken

von Ulrike Eckert

Spass im Frühling - aber auch die Parasiten werden wach

Inwischen habe ich die erste Zecke an den Hunden gefunden. Auch die Flöhe werden wach. Die Vorsorge gegen diese Parasiten sollte - wie jedes Jahr - wieder beginnen.

Zecken beim Hund – es ist ein ständig wiederkehrendes Thema. Unsere Vierbeiner locken die Zecken bei jedem Spaziergang an. Sehr lästig und nicht ganz ungefährlich für unsere Hunde.

Hundehalter wissen es: Neugier und Lebensfreude führen Hunde beinahe täglich ins Reich der Zecken. Auf den asphaltierten Straßen und gepflasterten Gehwegen zu bleiben, wo der Hund sicher vor den Biestern ist, kommt gar nicht in Frage. Durch das hohe Gras zu hüpfen, zu schnüffeln und zu rennen bringt den Hund aber genau dorthin, wo die Zecken warten.

Zecken leben im Unterholz, Im Gras auf Lichtungen und Wiesen, am Wegrand oder sogar im Garten. Auch Parks, Gärten und Uferzonen von Badeseen und Flüssen sind nicht zeckenfrei. Fast überall, wo Hundebesitzer spazieren gehen, warten auch Zecken (einzige Ausnahme sind wohl Straßen und Gehwege). Auf jedem Spaziergang durch Wald und Feld kann Ihr Hund von Zecken gestochen werden. Den Parasiten kommt ein Hund gerade recht.

Zecken können ernsthafte Krankheiten beim Hund übertragen

Nach einem Zeckenstich kann der Hund schwer krank werden. Die Zecke selbst ist meist für den Hund nicht gefährlich. Blutverlust kann nur bei massivem Zeckenbefall zum Problem werden. Allerdings beherbergen Zecken verschiedene Krankheitserreger: meist einzellige Erreger wie Borrelien, Anaplasmen, Ehrlichien oder Babesien. Während der langen Zeit des Blutsaugens können diese Kranheiten auf den Hund übertragen werden.

Katzen sind deutlich weniger gefährdet als Hund, an den von Zecken übertragenen Krankheiten zu leiden. Katzen sind sehr effektiv darin, ihren Pelz von lästigen Blutsaugern frei zu halten. Zecken findet man bei ihnen höchstens am Kopf.

Von Zecken übertragene Krankheiten

  • Borreliose
  • Anaplasmose
  • Babesiose
  • Ehrlichiose

Am häufigsten werden beim Hund Antikörper gegen Borrelien nachgewiesen. Das heißt, der Hund hat eine Infektion mit Borrelien durchgemacht - oft völlig unbemerkt vom Besitzer. Einige Hunde erkranken aber auch schwerer. Ehrlichien, Babesien und Anaplasmen sind glücklicherweise seltener. Sie aber können schwere, nicht selten sogar tödliche Krankheiten verursachen.

Maßnahmen zum Schutz vor Zecken

Die meisten von Zecken übertragenen Krankheitserreger brauchen mehrere Stunden, bis sie gefährlich werden können.

  • Der wichtigster Schutz vor Zecken ist die tägliche Kontrolle Ihres Hundes, ob sich so ein Blutsauger festgesetzt hat. Die meisten Zecken sitzen am Kopf und im Gesicht, auch die Brust und die Vorderbeinewerden gerne befallen. Sie werden die Stellen bald selbst wissen ;-))
  • Ein Zecken-abwehrendes Mittel sollte konsequent eingesetzt werden. Um Krankheiten zu verhindern, nützt es wenig, wenn die Zecke sich im Lauf einiger Tage langsam vergiftet: da können Krankheitserreger längst übertragen worden sein.

Beim Zeckenschutz gibt es mehrere Möglichkeiten - hundertprozentig sicher sind sie alle nicht. Deshalb ist das tägliche Absuchen des Hundes so wichtig.

Zecken orientieren sich hauptsächlich über den Geruch. So kann die Veränderung des Hundegeruchs auch den Befall mit Zecken sicher verringern. Gesunde Hunde haben auch weniger Zecken als Hunde mit Beschwerden oder Krankheiten, für die der Spaziergang mehr Anstrengung bedeutet.

Schutz vor Zecken bedeutet effektiven Schutz vor Krankheiten für Ihren Hund.

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