"Demenz" beim Hund - Cognititves Dysfunktionssyndrom CDS - Therapie

Hunde-Alzheimer? Hunde-Demenz?

Altersbedingte Veränderungen des Gehirns und zentralen Nervensystems gibt es bei Hunden ebenfalls - so wie beim Menschen. Das Verhalten dieser Hunde, die unter "Demenz" leiden, ist wie bei einer menschlichen Demenz oder Alzheimer gestört.

Nervenzellen, die abgestorben sind, werden nicht mehr ersetzt. Deshalb können Veränderungen im Gehirn nicht so einfach geheilt werden wie in anderen Organen - dazu hat das Gehirn nicht die Möglichkeiten. Andererseits hat das Gehirn hat eine riesige Anzahl ungenutzter Zellen. Sie warten nur darauf, mit der Arbeit beginnen zu dürfen. So kann selbst eine alte Katze nach einem Schlaganfall wieder lernen zu gehen und ein alter Hund trainiert werden.

  • Auch alte Hunde brauchen die geistige Anregung, die ein Spaziergang ihnen bietet - so wie ihr Kreislauf das körperliche Training braucht. Gleichzeitig aber kann der alte Hunde nicht mehr solche Runden gehen wie früher. Nach Anstrengungen braucht er länger, um sich zu erholen.
  • Insgesamt schlafen alte Hunde länger, oft auch tiefer. Darauf sollte Rücksicht genommen werden.
  • Auch alte Hunde können neue Tricks lernen. Und ehrlich gemeintes Lob, der Stolz über eine gelungene Leistung, ist das beste Schmerzmittel, das existiert. Endorphine werden dabei freigesetzt und erzeugen Euphorie: auch ein Hund kann sich "wie auf Wolken" fühlen.
  • Berührung beruhigt. Dafür sorgt das "Bindungshormon" Oxytocin. So kann gerade bei alten Hunden auf für sie unschädliche Weise Unruhe und Angst gelindert werden.

Therapie der "Hunde-Demenz" CDS

Wenn ein Hund aber Demenz-ähnliche Symptome zeigt, was dann? wie kann man ihm helfen?

Neben den Forderungen, die bei jeder Therapie der älteren Hunde gelten, gibt es auch bei demenz-ähnlichen Symptomen ein paar Besonderheiten. In der TCM gibt es keine strenge Trennung zwischen Körper und Geist. So können Symptome der Psyche auch bei Tieren recht gut behandelt werden.

Alternative Therapie - Traditionelle Chinesische Medizin

Demenz wird in der chinesischen Medizin als Mangel an Essenz (Jing) angesehen. Jing wird nach Vorstellungen der Chinesen in der Niere gespeichert. So würde ein Hund mit Demenz wahrscheinlich auch mindestens eines der folgenden Symptome zeigen:

  • Niereninsuffizienz mit viel blassen Harn
  • (beginnende) Taubheit
  • nachts sind solche Hunde oft unruhig
  • Rückenschmerzen
  • Schwäche der Hinterbeine: der Hund kann nicht mehr hochspringen, oder die Hinterbeine zittern auffällig beim Stehen
  • Unruhe beim Alleinsein

Eine Behandlung mit Akupunktur würde versuchen, die Niere zu stützen, die Essenz (Jing) nähren und die Verdaungsfunktionen zu stärken. Ziel ist es, weniger der Essenz zu verbrauchen. Oder sie langsamer zu verbrauchen, damit der Hund länger leben kann.

Ein zweiter Aspekt aus chinesischer Sicht beruht darauf, dass der Geist (Shen) seinen Sitz im Herz hat. Er ist auf das Blut (Xue) angewiesen, um ruhig zu sein. Ist der Geist gestört oder unruhig (z. B. vor allem in der Nacht), dann kann das auf einen Mangel an Blut (Xue) deuten, oder allgemeiner gesagt, einen Yin-Mangel.

Vieles in der Traditionellen Chinesischen Medizin klingt erst einmal sehr ungewohnt. Aber seit mehr als 2000 Jahren wird sie angewendet - und stets verbessert. Auch psychische Probleme können so behandelt werden. Und im weiteren Sinn gehören auch Demenz und "Alzheimer" beim Hund zu psychischen Problemen.

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