"Demenz" beim Hund - das Cognititve Dysfunktionssyndrom CDS

Hunde-Alzheimer?

Mancher Hundesenior leidet unter altersbedingten Veränderungen im Gehirn und zentralen Nervensystems. Dies kann zu Verhaltensänderungen führen. Wenn Durchblutungsstörungen des Gehirns solche Verhaltens-Störungen hervorufen, nennt die Medizin es ,Cognitive Dysfunktion Syndrome, CDS‘. Das Verhalten dieser Hunde, die unter CDS leiden, ist wie bei einer menschlichen Demenz oder Alzheimer gestört.

In der Tier-Geriatrie geht man davon aus, dass viele alte Hunde solchen Störungen zeigen. Genaue Zahlen aber sind schwierig, weil Hunde so unterschiedlich schnell altern. Demenz bei Katzen ist leichter einschätzbar. (Der Artikel zur Demenz bei Katzen folgt demnächst.)

Symptome des cognitiven Dysfunktions-Syndromes beim Hund


Die Symptome dieser Demenz-ähnlichen Störungen bei Hunden können sehr unterschiedlich sein:

  • nächtliche Unruhe, spontanes Aufschrecken aus dem Schlaf und vermehrte Schläfrigkeit tagsüber. Dies sind Zeichen einer Veränderung im Schlaf-Wach-Rhythmus.
  • Orientierungslosigkeit. Manche Hunde vergessen, wo die Türen sich öffnen oder bleiben in Raumecken hilf- und orientierungslos stehen. Andere stehen sogar vor einer Wand und ,wissen nicht mehr weiter‘.
  • Unsauberkeit und Verlust der Stubenreinheit. Ein vermehrter Harndrang kann allerdings auch auf - zum Beispiel - Diabetes, Blasenentzündung oder Nieren-Insuffizienz (CNI, chronische Niereninsuffizienz) hinweisen und sollte deshalb abgeklärt werden. Eine Urinuntersuchung bietet eine schnelle Möglichkeit dazu.
  • manche alten Hunde suchen vermehrt Aufmerksamkeit. Andere werden apathisch und uninteressiert. Diese Hunde begrüßen auch oft nicht mehr.
  • wachsende Sturheit - der ,Altersstarrsinn‘. Hunde mit Dysfunktionen des Gehirns können sich nicht mehr so schnell an veränderte Bedingungen anpassen
  • einige Hunde zeigen Apathie und Gleichgültigkeit. Sie wollen nicht mehr spielen. Auch das kann schmerzbedingt sein und sollte dann anders behandelt werden.
  • viele Hunde werden ängstlicher und schreckhafter. Augen und Ohren lassen nach. Sie hören nicht mehr so gut und werden dadurch nervös. Andere werden schreckhaft und aggressiv. Aber auch Aggressivität kann auf Schmerzen hinweisen, wie zum Beispiel bei Zahnschmerzen oder Schmerzen durch Arthrose, Bandscheiben-Vorfall oder Spondylose. Schmerzbedingte Aggressivität und ,schlechte Laune‘ bei Schmerzen kennt man ja auch von Menschen gut.

Weniger Appetit: Fressunlust bei alten Hunden

Viele alte Hunde fressen weniger gut. Bei Menschen ist bekannt, dass auch der Geschmackssinn im Alter nachlässt. Gerichte für menschliche Senioren werden deshalb oft stärker gewürzt, um im wahrsten Sinne des Wortes ,den Gaumen zu reizen‘. Aber auch Zahnschmerzen und Zahnstein, der zu chronischen Entzündungen des Zahnfleischs führt, können eine Ursache für das mäkelige Fressen sein. Auch eine Magenentzündung oder Leberbeschwerden können zu diesem Verhalten führen. Stellen Sie deshalb Ihren Hund zur Untersuchung vor, damit ihm geholfen werden kann.

Manche Hundesenioren sind weniger lebhaft und lebensfroh, ohne an anderen Erkrankungen zu leiden.

Therapie der "Hunde-Demenz" CDS

Die Durchblutung verbessern

Die Durchblutung auch des Gehirns lässt im Alter nach. Wissenschaftler gehen inzwischen davon aus, dass das der Hauptgrund für die Alterung ist. Auch beim Hund lässt der Stoffwechsl im Alter nach. Und auch beim Hund werden Abfallprodukte des Stoffwechsels im Bindegewebe gespeichert - wo sie die Durchblutung stören. Wenn die Durchblutung angeregt wird und die Abfallprodukte "entsorgt" werden, geht es Ihrem Hund oft bereits deutlich besser. Das gilt selbstverständlich auch für das Nervensystem: eine bessere Hirn-Durchblutung hilft den Nervenzellen bei ihrer Arbeit und Ihrem Hund so in seinem Alltag.

Die Entgiftungsorgane schonen

Die Entgiftungsorgane brauchen bei jeder Therapie eines ältern Tieres eine besondere Schonung. Sie haben ihrem Hund geholfen, im Laufe seines langen, aktiven Hundelebens vieles zu überleben. Bei jeder Behandlung eines Tier-Seniors ist besonders wichtig, dass die Entgiftungsorgane Leber und Niere nicht belastet werden. Eine seniorengerecht sanfte Therapie berücksichtigt die individuell schlechtere Entgiftung und Ausscheidung von Medikamenten bei alten Tieren.

Besonders die Traditionelle Chinesische Medizin befasst sich seit mehr als zweitausend Jahren mit Vorsorge, Gesundheitsvorsorge und dem gesunden Altwerden. Akupunktur kann auch Ihrem Hund helfen, im Alter aktiv und fröhlich zu bleiben. Akupunktur beim Hund Ihrem Hund helfen, trotz möglicher Arthrosen fröhlich zu leben. Sie kann die Durchblutung verbessern - auch im Nervensystem. Und Ihr Hund kann länger zufrieden mit Ihnen zusammenleben. Auch die Homöopathie bietet die Möglichkeit, sanft und erfolgreich diese altersbedingten Veränderungen zu behandeln.

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Zum Weiterlesen: Dissertation zum Auftreten von Alterveränderung in Form von senilen Plaques im Zentralen Nervensystem von Hunden: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2001/510/pdf/d010113.pdf

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