Gastritis - Magenentzündung und Magengeschwüre beim Hund

Magenentzündung bei Stress und Nervosität

Langanhaltender Stress bei Hunden kann eine Magenentzündung (Gastritis) verursachen: sie kann sogar zum Magengeschwür werden. So sind Magenschleimhaut-Entzündungen bei Hunden in der Ausbildung häufig. Welpen, die gerade in ihre Familie kommen und viel lernen müssen, leiden ebenfalls oft unter einer Gastritis. Und es gibt natürlich die Hunde, die lebenslang nervös bleiben - Angsthunde. VieleTierschutzhunde leiden unter Angst während ihrer Eingewöhnungszeit.

Untersuchungen vermuten, dass ca. 20% bis mehr als 40% aller Hunde in Deutschland (abhängig von Rasse und Haltung) unbemerkt an einer chronischen Entzündung im Magen oder Dünndarm leiden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung
  2. Formen der Gastrtits
  3. Gastritis durch Stress
  4. Der Hunde-Magen und seine Schutzeinrichtungen
  5. Symptome akute Gastritis
  6. Symptome der chronischen Gastritis
  7. Gastritis beim Familienhund
  8. Ursachen und Auslöser
  9. Behandlung der Gastritis: Schulmedizin
  10. Behandlung der Gastritis: Akupunktur und Homöopathie
  11. weiterführende Links und Internetseiten

Auch wenn die Ursache oft eindeutig ist, sollte in der Behandlung von (chronischen) Krankheiten immer auch die Psyche berücksichtigt werden. Nur dann ist eine anhaltende Besserung möglich. Homöopathie und Akupunktur sind dazu hervorragend geeignet.

Definition der Gastritis beim Hund

Eine Magenentzündung (Gastritis und Magengeschwür) kommt beim Hund relativ häufig vor. Eigentlich ist der Magen des Hundes nicht viel mehr als ein mit Schleimhaut ausgekleideter, muskulöser Sack, in dem Magensaft für die Verdauung von Eiweiß hergestellt wird. (Salzsäure, das Enzym Pepsin und einige andere Stoffe. Aber die sind hier nicht so wichtig.) Die Muskeln braucht der Hund, um das, was er gefressen hat (heruntergeschlungen;-)) mit dem Magensaft zu vermischen. Und mit der Salzsäure, die bei der Entstehung von Magenentzündungen/Gastritis eine wichtige Rolle spielt.

Hunde können unter Magenentzündungen/Gastritis in unterschiedlicher Schwere leiden.

  • eine leichte Gastritis ist nur eine Reizung der obersten Schicht, der Magen-Schleimhaut. Sie kann z.B. nach Schneefressen entstehen. Sie sollte mit etwas Schonkost nach einigen Tagen vergessen und völlig ausgeheilt sein.
  • wenn die Gastritis länger anhält, wenn z.B. die Psyche (Stress, Überlastung, Anstrengung) mit zum Verursacher wird, kann die Gastrtis tiefere Schichten erreichen. Das gleiche gilt für langanhaltende Entzündungen durch Allergien.
  • Das Ulcus ist die schwerste Form der Gastritis. Es ist das klassische Magengeschwür, das bluten kann und sogar in den Bauchraum durchbrechen kann. Es kann zum schnellen Tod des Hundes führen.

Leider zeigen Hunde Schmerzen im Bauchraum nur sehr undeutlich an. Das gilt vor allem für chronische Schmerzen wie bei einer chronischen Magenentzündung. Auch ein Magengeschwür lässt sich von außen kaum erkennen. Achten Sie also gut auf Ihren Hund, um ihm helfen zu können.

Leistungsverursachte Gastritis

Muensterlaender im Sprung: Ehrgeiz und Leistung können leicht zu Stress und Überforderung werden und Magengeschwüre verursachen- auch beim Hund
Mein Stress-Hund - meine Begegnung mit der Gastritis beim Hund begann vor fast 15 Jahren …

Eine durch Stress verursachte Magenentzündung oder Magengeschwüre kommen beim Hund ebenfalls vor, ebenso wie beim Pferd und beim Menschen.

Bereits 2002 fand eine Untersuchung statt, die sich mit diesem Thema beschäftigt. Während des tagelangen Schlitten-Hunderennens Iditarod kam es immer wieder zu schweren Magenentzündungen und Magengeschwüren. Geprüft wurde, ob die Gabe von Omeprazol die Schwere der Gastritis verringern konnte. (Hier zitiert, das Abstract ist leider auf Englisch)

Der genaue Auslöser für diese Magenentzündungen bei Schlittenhunden ist nicht bekannt. Vielleicht kann man auch sagen, dass es sich um eine stressbedingte Gastritis handelt. Zumindest erleben viele Hunde mehr Stress, als sie vertragen können, und reagieren darauf mit einer Magenentzündung. Das gilt auch für viele Auslandshunde, vor allen in der monatelangen Zeit des Eingewöhnens. Aber auch Umzüge, Familienzuwachs, Handwerker im Haus und vieles weitere kann für einen Hund so viel Stress bedeuten, dass er eine Magenentzündung oder Magengeschwüre bekommen kann, die dann auch chronisch werden kann.

Bei Hunden ist ein sehr tiefer pH- Wert normal - denn der Hund hat sich aus einem Aasfresser entwickelt (Coppinger, Hunde, Animallearn-Verlag). Viele Hunde schlucken alles, das sie gerade finden, erst mal herunter. Es macht den Eindruck, als würden sie ihren Magen entscheiden lassen, ob es verträglich ist. Futterreste verstecken und Knochen für schlechtere Zeiten verbuddeln ist für Hunde typisch - und meistens überleben sie das ohne Schaden. Ein sehr tiefer pH-Wert und eine sehr aggressive Zusammensetzung der Magensäfte töten die Bakterien schnell ab. Das heißt aber nicht, dass Hunde ungestraft alles fressen können und sollen. Gewiss nicht. Aber obwohl verdorbenes Fleisch eine ideale Nährlösung für anaerobe Bakterien wie Clostridien darstellt, sind Hunde, die an Tetanus oder Botulismus erkranken, eine absolute Ausnahme.

Die Aggressivität der Magensäfte bei Hunden erhöht aber gleichzeitig die Gefahr für Magengeschwüre.

Bau des Magens

Der Hundemagen ist eigentlich ein dehnfähiger Sack, der mit Nahrung gefüllt werden kann. Ein Erbe seines Ahnen, des Wolfes, ist diese große Dehnbarkeit. So kann ein Hund die (geklaute) dreifache Portion Futter in kürzester Zeit herunterschlingen oder eine ganze Geburtstorte - am besten natürlich, ohne dabei zu kauen.

Im Magen beginnt die eigentliche Verdauung. Magensäure und Enzyme „zerkleinern“ das Heruntergeschluckte. Sie zerlegen die großen Brocken Futter zu kleinen Molekülen, die ein Hund im Darm aufnimmt. Sie zerstören auch gefährliche Bakterien. Magensäure und Verdauungsenzyme sind deshalb sehr aggressiv.

Schutzeinrichtungen helfen dem Magen, der Selbstverdauung zu entgehen.

Die Magenwand besteht aus verschiedenen Schichten. Die innere Oberfläche ist die Schleimhaut. Eine Muskelschicht schließt sich an. Bei einer leichten, akuten Magenentzündung ist nur die innere Schleimhaut betroffen. Reicht die Entzündung tiefer und dauert länger, nennt man es Magengeschwür.

Der Schutz des Magens ist für den Körper energieaufwendig. Dafür muss der Magen gut mit Blut versorgt werden. Bei einer Gastritis durch Schneefressen (Schneegastritis des Hundes) nimmt durch die Kälte die Durchblutung ab. Der Magensaft kann dann die Schleimhaut angreifen. Erbrechen und Appetitlosigkeit können die Folgen sein. (einige Tage Magenschonkost reichen meist, um dies zu heilen)

Stress oder zuviel Cortison im Körper behindert den Schutz des Magens ebenso wie Schnee oder Schmerzmittel (besonders ältere Schmerzmittel wie Metacam®, Rimadyl®). Besonders bei längerer Behandlung Ihres Hundes mit Schmerzmitteln sind Magen-und Darmentzündungen ein häufige unerwünschte Folge. Gefährlich ist, dass diese Mittel gleichzeitig die Blutgerinnung hemmen. Ein Hund kann dann an seinen Magengeschwüren verbluten.

Symptome einer Gastritis

Im akuten Fall beim Hund ist die Gastritis recht einfach zu diagnostizieren.

  • Erbrechen, ein-oder mehrmals, mit Futterverweigerung - vielleicht nach Schnee oder einer anderen typischen Ursache. Leider kann es auch durch einen Fremdkörper verursacht werden. Also Vorsicht!
  • oft viel Durst ("um das Magen-Feuer zu löschen")
  • Die Muskulatur im Bereich Magen und Darm ist oft angespannt und verhärtet. Die Berührung kann für den Hund schmerzhaft sein.

Erbrechen kann aber auch normal sein

Das morgendliche Erbrechen der Reste von Knochen, die der Hund am Vortag erhalten hat, ist nicht krankhaft. Es geschieht im Rahmen der sogeannten "Reinigungskontraktionen", meist ca. zwei Stunden vor dem Aufstehen. Der Hund bricht dann die Teile der Nahrung aus, die die scharfe Magensäure nicht so weit auflösen konnte, dass sie in den Darm weiterbefördert werden können. Das ist normal.

Morgendliches Nüchtern-Erbrechen

Morgendliches Nüchternerbrechen beim Hund ist nicht normal, sondern ein deutliches Zeichen einer Übersäuerung des Magens. Weiß-schaumiges Erbrechen ist Magensaft. Gelbes Erbrechen zeigt eine Rückfluß von Galle in den Magen an.

Symptome einer chronischen Magenentzündung und bei Magengeschwüren

Schwierig wird es, wenn der Hund chronisch unter einer Gastritis leidet. Hunde sind Meister darin, Ihre Schmerzen zu verbergen. Die Symptome einer chronischen Magenentzündung oder von Magengeschwüren sind undeutlich:

  • Unbehagen nach dem Fressen
  • wechselnder Appetit- heute alles, morgen nichts oder nur ein Häppchen
  • wenn Hunde viel und häufig trinken, kann das ebenfalls auf Magengeschwüre hinweisen
  • Häufiges (!) Grasfressen oder Fressen unverdaulicher Dinge kann ebenso auf eine Übersäuerung des Magens hinweisen
  • häufiges(!) Erbrechen
  • Schmerzen in der Magengegend und im Bereich der Wirbelsäule (vor allem im Bereich Magen) und eine Abneigung gegen das Geschirr können mit Magengeschwüren in Verbindung stehen.
  • Die Abmagerung der Hunde vollzieht sich schleichend. Es fällt oft nicht auf, weil man seinen Hund täglich sieht. 
  • Auffälliger ist ein starker Foetor ex ore - der Hund stinkt aus dem Maul (ohne faule Zähne und entzündetes Zahnfleisch)
  • Schwäche, Lustlosigkeit, ungeklärte Aggressivität
  • "Leckanfälle", in denen die Hunde alles krankhaft ablecken, von der Wand bis zu den Fliesen, oder umbedingt etwas fressen müssen, irgendetwas, egal wie unsinnig das sein mag, …

All diese Beschwerden, die leider auch zu anderen Krankheitsbildern passen, können vorkommen.

Die Anzeichen einer Entzündung ist meisten unauffällig - leider. Sogar tiefe und sehr schmerzhafte Magengeschwüre kann ein Hund "verstecken". Einzig Bluterbrechen ist eindeutig. Alle weiteren Anzeichen sind relativ unauffällig. Wie schmerzhaft aber eine Magenetzündung ist, weiß jeder Mensch, der einmal unter Sodbrennen gelitten hat.

Eindeutig nachweisbar ist eine chronische Magenentzündung nur durch eine endoskopische Untersuchung (Magenspiegelung). Ein jahrelang unbemerkter Verlauf kommt deshalb oft vor. (Auch die Gastritis bei Pferden bemerkt man oft nur schwer.) Die Fressgewohnheiten Ihre Hundes können einen wichtigen Hinweis geben. Auch die körperliche Untersuchung nach den Regeln der Chinesischen Medizin kann helfen, die Schmerzen im Magen festzustellen.

Ein entzündeter Magen schmerzt. Das weiß jeder Mensch, der einmal unter Sodbrennen gelitten hat. Leider verbergen Hunde ihre Schmerzen meist, und ganz besonders wenn es ihnen schlecht geht. Oft merkt man nur, wie sehr sie gelitten haben, wenn sie nach erfolgreicher Therapie wieder fröhlicher und lebhafter werden.

Gastritis beim Familienhund

Spaniel im Körbchen: starker Geruch aus dem Maul als Hinweis aus eine chronische Gastritis
Geruch aus dem Maul als Hinweis, die Magengeschwüre bei diesem Familienhund wurden endoskopisch nachgewiesen

Ursachen der Gastritis beim Hund

Der Magensaft ist beim Hund besonders aggressiv. Er soll Bakterien töten. Selbst ein Hund - der gerne sein Futter für später vergräbt und nach Tagen erst wieder frisst - kann sonst sich mit Bakterien infizieren. Aber weil der Magensaft so aggressiv ist, besitzt der Magen Schutzeinrichtungen. So verhindert er, von der Magensäure selbst verdaut zu werden. Eine Gastritis oder ein Geschwür kann nur entstehen, wenn der angreifende Faktor besonders stark ist oder die Schutzeinrichtungen versagen.

Die Ursachen einer chronischen Gastritis sind genauso vielfältig und unspezifisch wie die Symptome, die sie auslösen kann:

  • Als Hauptursache gilt wohl lang anhaltender Stress. Das kann Hundesport sein, Leistungssport. Beim Iditarod-Schlittenhunderennen und bei anderen Schlittenhunderennen, die über mehrere Tage gehen, verwendet man inzwischen routinemäßig Säureblocker - ebenso wie bei Menschen, die in ein Krankenhaus kommen. Besonders triebstarke Hunde wie Aussies, Belgische Schäferhunde, Border Collies neigen dazu, sich auch "selbst Stress zu machen" - genug Stress für eine Gastritis.
  • Stress erleben Hunde allerdings auch bei Unterforderung.
  • Aber auch fehlende/ungenügende Ruhepausen können für Familien-Hunde Stress bedeuten und eine Magenentzündung unterhalten.
  • Klassiker, die einen Magenentzündung auslösen können, sind auch Klinikaufenthalte, Umzüge, und Handwerker/Umbauten im Haus. Manche Hunde sind so empfindlich, dass sie bereits bei einem Urlaub oder einer sonstigen Veränderung mit einer Gastritis reagieren. Sogar Magengeschwüre können so entstehen.
  • Rangordnungsschwierigkeiten können durch anhaltenden Stress für den Hund eine Magenentzündung verursachen. (So hatten wir nach Jahren der Ruhe wieder Schwierigkeiten, als der zweite Hund endgültig eingezogen ist.)
  • Als Nebenwirkung von Medikamenten. Alle Entzündungshemmer und Schmerzmittel sowie Kortison haben als Nebenwirkung bzw. als unerwünschte Wirkung Magen- und Dünndarmentzündungen. Das kann sich sehr schnell zeigen, indem der Hund bereits nach einer einzigen Spritze mit Erbrechen, Apathie und deutlichen Schmerzen reagiert. Es kann sich aber auch erst im Laufe einer längeren Schmerztherapie entwickeln. Vor allem bei  Dauertherapien mit Schmerzmitteln sollte daher regelmässig auf Blutungverluste im Magen-Darmtrakt kontrolliert werden. (als Folge von Magengeschwüren)
  • Allergien
  • Viren und Bakterien können ebenfalls eine Gastritis verursachen.
  • Niereninsuffizienz
  • idiopathisch: im Rahmen der IBD, des Inflammatory Bowel Disease  (idiopathisch bedeutet: die Ursache ist unbekannt; schulmedizinische Therapie mit Medikamenten, die das Immunsystem schwächen und so die Symptome unterdrücken)

Helicobacter Pylorii und Gastrospirillen werden verdächtigt, Magengeschwüre zu verursachen. Allerdings kann man sie auch bei völlig gesunden Hunde nachweisen. Unstrittig ist aber, dass diese magensaftresistenten Bakterien Magenentzündungen unterhalten können - wenn die Schleimhaut bereits geschädigt ist.

Nachweis der Gastritis

Welche diagnostischen Möglichkeiten gibt es?

Der Nachweis ist nicht ganz einfach. Das wichtigste ist - wie immer - eine gute, ausführliche Fallaufnahme. Gerade in chronischen Fällen ist sie die Grundlage einer erfolgreichen Therapie.

Diagnose der Gastritis

Die einfache klinische Untersuchung ist nicht beweisend. Sie liefert aber Hinweise. Als weiterführende schulmedizinische Untersuchung liefert das Röntgenbild erste, sehr schwache Hinweise. Eine Röntgen-Kontrastmitteluntersuchung ist schon besser, aber auch aufwendiger. Mit einer Ultraschalluntersuchung kann man die Magenwand beurteilen. Sie ist bei einer Magenentzündung immer verdickt. Über Ursachen und Schwere weiß man aber auch dann nichts. Eine Blutuntersuchung ist ebenfalls nicht völlig eindeutig. Verschiedene Werte wie Vitamin B12 – Gehalt und Folsäure bieten Anhaltspunkte für eine Gastritis beim Hund. Helicobacter kann - wie oben beschrieben - auch bei gesunden Hunden gefunden werden.

Die Endoskopie liefert den eindeutigen Nachweis und die besten Möglichkeiten zur Beurteilung einer Gastritis (ebenso wie beim Pferd). Im Gegensatz zum Pferd ist sie für den Hund deutlich aufwendiger: Der Hund muss in Narkose.

Therapie der Gastritis

Schulmedizinische Behandlung der Gastritis

Schulmedizinisch behandelt man die Gastritis beim Hund mit Säurehemmern und Schleimhautschutz. Sie sind die erste Säule der Therapie. Omeprazol (z.B. Gastroguard ®) ist ein Protonenpumpenhemmer, der die Bildung der Salzsäure für 24 Stunden unterdrückt. Histidin-hemmende Präparate (Histidin-H2-Hemmer, Wirkstoffe z.B. Cimetidin und Ranitidin) haben sich beim Hund als nicht so erfolgreich herausgestellt.

Der Schleimhautschutz legt sich wie eine Schutzschicht über die Schleimhaut. Er sollte entsprechend frühzeitig vor der Fütterung gegeben werden, umwirken zu können. Schleimhautschützende Präparate beruhen oft auf Aluminiumbasis. Dieses kann durch eine geschädigte, entzündete Magen-Schleimhaut verstärkt aufgenommen werden.

Falls Bakterien als Ursache vermutet werden, werden Antibiotika eingesetzt. (Helicobakter und Bacteroides-Arten, GHLO, gastric helicobacter-like organism). Diese Bakterien kommen ebenso oft bei gesunden Hunden wie bei kranken vor. Deshalb ist diese Therapie umstritten. Weil auch Resistenzen von Bakterien immer öfter vorkommen, sollte man jeden Antibiotikaeinsatz sehr gut begründen. Ein Resistenztest ist angebracht, denn Helicobacter ist bereits gegen sehr vieles resistent.

So sinnvoll die Säurehemmung und der Schleimhautschutz auch ist, auf Dauer verursacht dies weitere, neue Probleme. Der Hund kann sein Futter nicht mehr so gut verdauen. Denn dafür braucht er die Säure und das Pepsin aus dem Magen. Und Hunde brauchen den sehr tiefen pH-Wert und die hohe Konzentration an Magensäure. Sie töten die Bakterien im Futter ab.

  • Auch Säurehemmer haben Nebenwirkungen. Die Magensäure ist für die Verdauung notwendig: das wichtigste Enzym, das EIweiß spaltet, funktioniert nur, wenn es durch Säure aktiviert wurde. Außerdem tötet die Magensäure  normalerweise alle Bakterien ab, die ein Hund mit dem Futter aufnehmen könnte. Das sind teilweise sehr gefährliche. Bei einer längeren Therapie mit Säurehemmern kann es zu schlechteren Verdauung und damit zu einer ungenügenden Nährstoffversorgung kommen. Außerdem können Bakterien Darmbereiche überwuchern, die normalerweise beinahe frei sind: Verdauungsstörungen und Dysbakterie sind die Folge.

Komplementärer Ansatz bei Gastritis

Welche Möglichkeiten gibt es?

In akuten und sogar chronischen Fällen von Magenentzündungen und -Geschwüren kann Ihrem Hund homöopathisch oder durch Akupunktur geholfen werden - gut, schnell und nebenwirkungsfrei.

Die Syndromdiagnose der Akupunktur (Traditionelle Chinesische Medizin) ermöglicht es, eine individuell passende Nahrungsempfehlungen zu geben. Individuelle Unverträglichkeiten werden so berücksichtigt. Stressfaktoren beziehungsweise der Einfluss von Stress auf Ihren Hund ist ebenso für die Therapie wichtig: Die Harmonisierung der Psyche ist Bestandteil einer ganzheitlichen Therapie. Die Wirkung kann ausgesprochen schnell eintreten, und das bessere Wohlbefinden merken Sie Ihrem Hund deutlich an.

Auch eine homöopathische Behandlung kann bei Gastritis Ihrem Hund sehr schnell helfen. Die Behandlung einer chronischen Gastritis oder von Magengeschwüren beim Hund ist sehr erfolgreich - mit einem ganzheitlichen Ansatz. Ein Hund, der chronisch an Gastritis erkrankt ist, ist ein Lebewesen, das eine Schwäche nicht mehr ausgleichen kann - eine Schwäche, die sich oft in mehreren Problemfeldern zeigt:

  • in der Psyche, in Angst, im Umgang mit Stress und Veränderung, oft sogar In Phobien
  • in Ärger und Aggressivität, in Apathie und Schwäche durch die chronischen Schmerzen
  • im Körper - in einer chronischen Entzündung, die zu Schmerzen, Blutungen und sogar auf Dauer zu Krebs führen kann (wie jede chronische Entzündung), die Aggressivität, Lustlosigkeit und körperliche Schwäche verursachen kann

So kann die Therapie Ihrem Hund  umfassend helfen: seiner Psyche und Ausgeglichenheit, seiner Lebensfreude, und seiner Gesundheit.

Für die chronische Gastritis kann sehr oft keine schulmedizinsch anerkannte Ursache gefunden werden. Deshalb gehört sie in den Komplex IBD - Inflammatory Bowel Disease.

das Foto zeigt einen Rüden von vorne: Magengeschwüre kann man nur schwer erkennen
fit und aktiv, hier mit 14 Jahren; trotz Eifersucht und Ehrgeiz, die eine Magenentzündung durch Stress verursachen können

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