"Man ist, was man isst" - Futter als Therapie

Im wahrsten Sinne des Wortes. Der Körper nimmt die Bausteine für sämtliche Organe aus der Ernährung. Haut, Haare, Muskeln, Knochen und Fell - sie können nur gebildet werden, indem ein Lebewesen seine Nahrung zu Bestandteilen seines Körpers macht.

Die Nahrung liefert die Bausteine für jedes Organ

Die Grundbausteine für jedes Organ nimmt der Körper aus der Nahrung. Das Futter einer Katze, das Futter eines Hundes, das Heu, das ein Pferd fressen darf - sie sind die Bausteine für den Körper. Und sie sind an seinen Krankheiten beteiligt. Artgerechtes Futter ist die Grundvoraussetzung, damit ein Tier gesund bleibt.

Artgerechtes Futter bedeutet: Fleisch für einen Fleischfresser, Heu (und geringen Mengen Hafer) für einen Pflanzenfresser. Niemand wird beobachten können, dass eine Katze am Getreidefeld Körner von den Ähren frisst. Auch Hunde - selbst die verfressensten - fressen kein Getreide. Jedenfalls nicht roh und ungekocht. Aber die Maus, die diese Körner gefressen hat - die würden Katzen und Hunde fressen.

"Man ist, was man isst."

Die Bestandteile der Nahrung

Die großen Nahrungsbestandteile sind: Eiweiß (Protein), Zucker (Kohlehydrate) und Fette/Öle. Eiweiß und Fett dienen zum Aufbau eigenen Körpergewebes. Eiweiße, Fette und Kohlehydrate werden vom Körper auch als Brennstoff verwendet. Sie dienen als Energieträger für jede Bewegung. Sie sind unverzichtbare Bestandteile der Nahrung. Und zwar in relativ großen Mengen.

Dazu kommen die vielen kleinen Bestandteile: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente. Sie alle haben ihre Aufgaben im Körper. Lebensnotwendige Aufgaben, bei denen sie sich gegenseitig unterstützen - wie Selen und Vitamin C als Antioxidantien im Zellstoffwechsel. Sie können sich aber auch gegenseitig behindern - so wie Calcium zum Beispiel die Aufnahme von Zink stört.

Generell werden Mineralstoffe und Spurenelemente von einem Fleischfresser wie dem Hund oder der Katze schlechter aufgenomen, wenn sie aus einer pflanzlichen Quelle stammen. So ist Getreide kein guter Zink-Lieferant für einen Hund oder eine Katze, obwohl es viel Zink enthält. Die Biologische Wertigkeit eines Nahrungsbestandteiles beschreibt, wie gut ein Körper ihn verwerten kann. Ein Fleischfresser ist nicht besonders gut in der Verwertung von pflanzlichen Produkten. Deshalb werden Alleinfuttermitteln für Hunde und Katzen oft viele Mineralien und Vitamine (künstlich) zugesetzt und Proteine aus Pflanzen im Übermaß verwendet. Auch in Pferdefutter sind die künstlichen Vitamine enthalten.

Wie gut künstliche Stoffe auf den Körper wirken, ist allerdings eine andere Frage, die nicht abschließend geklärt ist …