Was bedeutet Gesundheit eigentlich?

In dieser Rubrik finden Sie Artikel, fachliche Informationen und Tipps zu Gesundheitsthemen bei Hunden, Katzen, Pferden, Kaninchen und Meerschweinchen. Wie sie mir in meiner Praxis begegnen. Alle Artikel sind sorgfältig recherchiert und nach besten Wissen und Gewissen geschrieben - aber nicht meinungsfrei.

Was ist Gesundheit?

Ist es allein das Fehlen von Symptomen? Keine Schmerzen? Keine krankhaften Organveränderungen feststellen zu können? Was aber ist mit dem Zusammenwirken von Körper und Geist, von Gefühlen und Gesundheit in einem Lebewesen?

Bereits in der Antike erkannte man, dass Gesundheit der größte Reichtum sein kann. Nach Ansicht der Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) bedeutet Gesundheit ein vollkommenes körperliches und seelisches, psychisches Wohlbefinden. Und das wünschen wir auch unseren Tieren.

Gesundheit in der Chinesischen Medizin

Als gesund in der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt, wenn ein Lebewesen sich in einem dynamischen Gleichgewicht mit der Umwelt befindet. Dann kann es problemlos ihre Einflüsse ausgleichen. Wenn ein Hund oder ein Pferd gesund ist, fließt sein Qi (Lebensenergie) frei durch den Körper, ernährt die Organe und erfüllt alle Aufgaben. Freude und Lebenslust schauen Ihnen entgegen, wenn das Qi stark ist.

Gerät der Körper aber aus dem Gleichgewicht, ensteht Krankheit, zum Beispiel bei:

  • einer Verletzung
  • Bewegungsmangel oder Überbelastung und Überanstrengung
  • Fütterungsfehlern: nicht jedes Futter ist für jedes Tier geeignet: was einer verträgt, kann einen anderen auf Dauer krank machen
  • äußeren krankmachenden Faktoren: Kälte, Wind, Hitze, Feuchtigkeit, akute Infektionen ...
  • Emotionen: unterdrückter Ärger (bei Hunden und Pferden sehr häufig), durch Frustration, Angst, Stress, eine nicht artgemäße Haltung, durch zu hartes, strenges Training, eine ungeklärte Rangordnung oder durch Langeweile, oder ...

Hilfreich an der Sichtweise der Chinesischen Medizin ist, dass man eine Störung erkennen kann, bevor sich eine Krankheit im Körper zeigt. Und man kann diese Störung behandeln. Denn das ermöglicht die Akupunktur: Störungen im Qi-Fluss zu harmonisieren. So kann eine Akupunkturbehandlung Krankheiten vorbeugen und die Lebensfreude Ihres Tieres erhalten.

"Der Weise behandelt, bevor eine Krankheit ausgebrochen ist." chinesisches Sprichwort

Die "Montagsmodelle"

Warum wird ein Tier immer wieder krank? Warum heilt seine Erkrankung nicht vollständig aus? Warum bleibt es anfällig? Und was kann man tun, damit sich das ändert?

Als ganzheitlich arbeitender Therapeut begegne ich einem kranken Tier anders als ein Schulmediziner. Zum Beispiel diagnostiziert ein Schulmediziner als Ursache einer Entzündung Bakterien - ein ganzheitlich arbeitender Therapeut forscht danach, warum das Immunsystem diese Bakterien nicht abwehren konnte.

      

Natürlich ganzheitlich

"Nicht die Krankheit mit ihren Symptomen, sondern der Patient sollte im Mittelpunkt der Behandlung stehen."

Ganzheitlich

Ganzheitlich heißt für mich, auch das Umfeld des Tieres mit einzubeziehen. Denn nur mit der Bekämpfung von Symptomen erreicht man keine dauerhafte Gesundheit. So kehren z.B. Magengeschwüre (die bei Pferd und[nbsp]Hund sehr häufig sind) immer wieder, wenn die Ursachen nicht abgestellt werden.

Eine ganzheitliche Behandlung eignet sich sehr, um die tieferen Ursachen einer Krankheit herauszufinden. Eine solche Ursache kann eben auch die Psyche eines Tieres sein, Stress, besondere Anforderungen oder individuelle Belastungen. Dabei helfen die Denkansätze der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und der Homöopathie. Sie ermöglichen, die oft versteckten Hintergründe für Krankheit herauszufinden. Sie können die Psyche ausgleichen und so zu mehr Wohlbefinden bei Ihrem Tier führen.

Natürlich

Naturheilverfahren versuchen, das Immunsystem anzuregen. Sie arbeiten mit der körpereigenen Regulation. Der Körper soll angeregt werden, selbst die Krankheit zu besiegen. So werden diese Verfahren so unschädlich für das Tier, wie es nur möglich ist.

"Primum non nocere", die Therapie soll keinen Schaden anrichten, forderte bereits Hippokrates. Dies gilt auch heute noch und auch für die Behandlung unserer Hunde, Pferde und Katzen. Es gibt zahlreichen Ansätze für die Therapie. Die Methoden wähle ich individuell für Ihr Tier aus. Dabei hilft mit meine veterinärmedizinische Ausbildung und vor allem,  mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Therapie von Hunden, Pferden und Katzen.