körperliche Veränderungen bei alten Hund

Sie können Ihrem Hund helfen, sich leichter an die Veränderungen im Alter anzupassen. Unsere vierbeinigen Hausgenossen sind Meister der Anpassung - aber unsere Hilfe brauchen sie doch.

  • Im Alter kommt es zu Fell- und Hautveränderungen bei einem Hund: die Schnauze wird grau, das Fell struppiger, dünner und glanzlos. Bei alten Hunden kommt es oft zu Liegeschwielen, weil das Fell dünner wird und die Hautzellen sich langsamer erneuern. Ein weicher Liegeplatz und regelmässige Pflege helfen hier sehr. Bürsten regt die Durchblutung an und wirkt wie eine einfache Massage. Die meisten Hunde genießen es. Es gibt auch spezielle, weiche Massage-Bürsten für Hunde.
  • Hunde verbergen Schmerzen - leider. Lahmen, Hinken, Humpeln und Anlaufschwierigkeiten, Steifheit, und Zittern von Beinen (Gliederzittern, sehr häufig an den Hinterbeinen) sind wichtige Hinweise auf Schmerzprozesse.
  • Auch Veränderungen der Wirbelsäule und der Gelenke (Arthrosen) werden im Alter häufiger festgestellt. Eine regelmässige und angepasste Bewegung helfen einem Hunde-Senior gegen das „Einrosten“. Bewegung trainiert Herz und Kreislauf und das Gehirn. Akupunktur kann hier sehr helfen, um das Wohlbefinden zu verbessern und die Schmerzen zu behandeln. Denn wenn einem Hund jede Bewegung wehtut, hat er wenig Freude am Spaziergang. Auch einige Nahrungsergänzungsmittel wie z.B. Grünlippmuschel helfen einem Hund mit Arthrose. So kann er trotz dieser schmerzhaften Krankheit ein fröhliches Leben führen.
  • Hör- und Sehvermögen lassen bei altgewordenen Hunden nach. Manche Hunde werden taub und dadurch schreckhaft. Auch geistig sind sie nicht mehr so anpassungsfähig. Sie brauchen länger, um sich nach einem Umzug oder einer Reise anzupassen. Auch das Gehirn eines Hundes verändert sich mit dem Alter. Es gibt Untersuchungen, wonach es bis zu 25% seines Volumens verlieren kann. Übrigens haben kastrierte Hunde ein höheres Risiko, an Demenz zu erkranken.
  • Alte Hunde schlafen mehr. Sie bewegen sich weniger und neigen so zu Übergewicht. Andere Senioren magern ab, weil die Funktionsfähigkeit ihres Darmes nachgelassen hat. Diese Hunde können Nährstoffe schlechter verdauen. Auch kann es bei langer, einseitiger Fütterung (Fertigfutter) zu einer Verschiebung der Zusammensetzung der Bakterienarten im Darm kommen. Das kann zu einer Mangelversorgung mit manchen Vitaminen führen, die von diesen Bakterien hergestellt werden.
  • Veränderungen innerer Organe kommen bei altgewordenen Hunden häufig vor. Leber und Nieren arbeiten weniger effektiv. Hormonstörungen können auftreten (Diabetes, Schilddrüsenstörungen). Herzklappen können verändert sein und schlechter schließen, so dass das Herz mehr belastet wird. Äußerlich sind diese Organveränderungen schwierig zu erkennen. Deshalb ist eine regelmässige Untersuchung bei alten Tieren so wichtig, damit man frühzeitig (rechtzeitig) eingreifen kann.
  • Krebs ist bei Hunden etwa so häufig wie bei Menschen und kommt bei höherem Lebensalter häufiger vor. Krebs zeigt eine tiefgreifende Schwäche des Immunsystems an. Deshalb ist es keine Lösung, den Krebs "nur" herauszuschneiden. Auch das Immunsystem sollte behandelt und gestärkt werden. Eine Ernährungsumstellung kann dabei helfen.

Als Ursache für Alterungsvorgänge betrachtet man derzeit meist Durchblutungsstörungen als Altersursache. Deshalb ist die Behandlung auch des Bindegewebes sehr wichtig, um Ihrem Hund ein unbeschwertes Alter zu ermöglichen. Denn das Bindegewebe verbindet die Organe miteinander. Ist es mit Abfallprodukten aus dem Stoffwechsel "verstopft", wird jedes Organ schlechter versorgt.

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