Katzen im Alter - körperliche Veränderungen bei Katzen-Senioren

Viele alt gewordene Katzen verändern ihr Verhaltens mit ihrem Alter. Sie sammeln Erfahrungen und lernen. Aber auch ihr Körper sammelt: Schmerzen oder Krankheiten werden im Alter häufiger. Die Kräfte lassen nach. Ihr Körper verändert sich in diesem Lebensabschnitt erneut.

körperliche Veränderungen alt-gewordener Katze

Im Alter verändert sich die Leistungsfähigkeit der Organe einer Katze: sie werden schwächer und gegen Belastungen empfindlicher. Ein besonderer Schwachpunkt sind die Nieren.

  • Sinnesorgane: Ältere Katzen sehen schlechter. Sehzellen im Auge reagieren langsamer auf Licht oder gehen sogar zugrunde. Auch ihr Gehör lässt nach. Beides führt dazu, dass ein Katzen-Senior nicht mehr so katzenschnell reagieren kann wie in jungen Jahren.
  • Nervenzellen: wie bei Menschen wird auch bei Katzen die Zahl der Zellen im Gehirn geringer. Demenzähnliche Erscheinungen gibt bei Katzen auch. Man vermutet, dass Veränderungen der Blutgefäße zu einer geringeren Durchblutung im Gehirn führen. Nervenzellen werden schlechter ernährt. <em>Stoffwechselschlacken</em> lagern sich an. Es gibt Untersuchungen, nach denen rund die Hälfte der Katzen über 15 Jahren unter Demenz leiden. (cognitive Dysfunktion, CS)
  • Stoffwechsel: zusammen mit weniger Bewegung und dem Verlust von Nervenzellen auch im Darm führt es zu Darmträgheit und Verstopfung.
  • Durchblutungsstörungen: im Laufe des Lebens werden Stoffwechselschlacken im Bindegewebe abgelagert. Dort behindert sie den Blutfluss. Zellen werden weniger mit Sauerstoff versorgt. Auch Organzellen sind betroffen. So sinkt die Belastbarkeit der Organe.
  • Entgiftung/ Leberfunktion, Nierenfunktion: Im Lauf des Lebens entstehen Schäden in Leber und Niere, den wichtigen Entgiftungsorganen. Das ist für Katzen mit ihrem großen Reinlichkeitsbedürfnis eine besondere Gefahr. Wenn ein Katzensenior seinen Pelz von Giftstoffen zu reinigen versucht, vergiftet er sich.
  • Die Muskelmasse wird weniger. Dafür nimmt der Anteil von Fett im Körper der meisten Katzen zu.

Im Alter passen Katzen sich nicht mehr so leicht an Veränderungen an. Ihr Körper, die einzelnen Organe und jede Zelle können Belastungen weniger gut auffangen. Alles verlangsamt sich: die Darmmotorik. Die Heilkraft bei Verletzungen. Die Reaktionsfähigkeit des Körpers, der Organe, der Psyche. Die Durchblutung - auch des Gehirns. Gehirnzellen altern und sterben ab. Ablagerungen in Blutgefäßen und Körpergeweben stören die Zellernährung und damit auch die Funktionsfähigkeit.

Alter ist keine Krankheit

Viele alte Katzen ziehen sich zurück und kommen kaum noch aus ihrer Höhle. Bei einer alten Katze werden solche Verhaltensänderungen oft dem Alter zugeschrieben - aber sie können auch Folge von Schmerzen oder Krankheit sein.

Altern ist keine Krankheit, auch nicht bei einer Haus-Katze. Es kann nicht geheilt werden. Dass eine Katze alt wird, ist ein natürliches Geschehen. Dabei verringert sich die Fähigkeit Ihrer Katze, sich an ihre Umwelt anzupassen. Der Körper, die einzelnen Organe und jede Zelle können Belastungen weniger gut auffangen. Alles verlangsamt sich.

Altern ist keine Krankheit. So kann es nicht geheilt werden. Aber die unvermeidlichen Folgen, unter denen Ihre Katze leidet, die können gemildert und gelindert werden.

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