Was wir mit der Nahrung und dem Futter zuführen, entscheidet über Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensfreude.

Die Ernährung unserer Hunde, Katzen und Pferde kann man gar nicht ernst genug nehmen. Sie ist die Grundlage für Gesundheit, Widerstandkraft und Leistungsfähigkeit.

Ein Lebewesen ist tagtäglich gefordert: Energiegewinnung, jede Bewegung, die Ausdauer und Konzentration, die Fähigkeit, sich an geänderte Umweltbedingungen anzupassen. Dies alles ist nur möglich, wenn ein Körper gesund ist. Und die Gesundheit hängt davon ab, ob Nahrung und Futter gesund ist - passend für diese individuelle Katze, dieses Pferd, diesen Hund.

Durch den Stoffwechsel werden im Körper ständig Moleküle und Atome ausgetauscht. Sie werden mit der Nahrung zugeführt, gegen "verbrauchte" ausgewechselt und in den Körper eingebaut. Der Organismus braucht dies, um sich regenerieren zu können. Knochen, Sehnen und Muskeln, Bänder und Gelenke, der Kreislauf, Fell und Haut - sie alle müssen stets bereits sein. Auch das Immunsystem soll stets auf der Höhe der Leistungsfähigkeit sein. Nahrung ist der größte Umwelteinfluss überhaupt.

Was auch immer eine Krankheit verursacht hat - die Gesundheit eines Organismus wurzelt in seiner Ernährung. (und in der Psyche, aber das ist ein eigener Artikel) Und wir wollen das bestmögliche für unser Tier …

ein Hund rennt und tobt: Lebensfreude strahlt aus ihren Augen

"Machen wir ihm die Freude …"

Ein großer Teil der Kommunikation mit dem Haustier geschieht über das Futter. Und die Freude, mit der ein Hund, ein Pferd oder eine Katze das Futter und besonders die Leckerchen frisst, ist auch ein Teil der Freude im Umgang mit diesem Tier. Das mit uns zusammenlebt und von uns abhängig ist, vergessen wir das nicht. EIn Tier, das uns an seiner Lebensfreude teilhaben lässt.

Hunde, Katzen und auch Pferde genießen ein Leckerchen zur rechten Zeit sehr. Leckerchen können die Erziehung erleichtern, sie können eine kleine Belohnung sein - und sie machen einfach Spass. Beiden Seiten. Vergessen wir doch eines nicht: unsere Hausgenossen sind Opportunisten. Warum sollte ein Hund kommen, wenn es sich nicht für ihn lohnt? Warum sollte er sich aus dem Spiel mit seinen Hundekumpels abrufen lassen, wenn es von Mensch nichts anderes gibt als ein nettes Wort und ein zufriedenes Lächeln? Ein gelegentliches Leckerchen kann eine wunderbare Motivation sein. Selbstverständlich gilt für Leckerchen: sie haben Kalorien. Sie sollten beim Ernährungsplan berücksichtigt werden.

Tier-Ernährung: Mangel und Überfluss

Einerseits sehen die meisten Tiere in Deutschland wirklich nicht nach einem Ernährungsmangel aus. Andererseits aber boomt der Markt an Ergänzungsmitteln und "nützlichen Leckerchen". Leckerchen sollen gegen diese Erkrankung helfen oder ein weiteres Vitamin enthalten. Leckerchen für reinem Atem für den Hund und die Katze und Pferde-Leckerlies mit Extra-Hustenkräutern für hustende Pferde. Futtermittel werden mit Zusätzen versehen, um bei bestimmten Erkrankungen zu helfen.

Tierfutter wird wie menschliche Nahrung in Proteine, Kohlehydrate, Fette aufgeschlüsselt. Vitamine und Mineralstoffe werden als Gehalt auf jeder Packung angegeben. Bei den bekannten Stoffen gibt es eher eine Über-als eine Unterversorgung. Allerdings meist als Zusatz billiger, weil großchemisch erzeugter Vitamine und Mineralstoffe, die ein Lebewesen schlechter aufnehmen kann als die natürlichen. Und wer kann wissen, ob die Futtermittelindustrie bereits sämtliche Vitamine, die ein Tier braucht, gefunden hat?

Eine allgemeine Unterernährung kann man bei unseren Tieren wirklich nicht feststellen. Trotzdem sind immer mehr Tiere chronisch krank. Vor allem Hautkrankheiten und Krankheiten des Magen-Darm-Traktes nehmen zu. Hunde mit immer wiederkehrenden Haut- und Ohrenentzündungen, Katzen mit Durchfall, Pferde mit "Kotwasser" und Ekzemen … die Liste ist lang und wird immer länger, scheint es mir.

… und im Krankheitsfall?

In jeder Medizin-Theorie ist die Bedeutung der gesunden Ernährung unbestritten. Unterschiedlich wird aber die Art einer gesunden Ernährung definiert. Wenn man die Empfehlungen für den Menschen sieht (die ungefähr jedes Jahr völlig über den Haufen geworfen werden), kann die einzige Folgerung für Tiere nur sein: zurück zur Natur. Zurück zu dem, was in der Natur dieses Tier fressen würde und was es in den letzten tausend Generationen seiner Evolution gefressen hat. Fertigfutter sollten so natürlich wie nur möglich sein: kaltgepresst (Trockenfutter), ohne künstliche Zusatzstoffe, ohne Aromen und Geschmackverstärker.

Unterernährung gibt es in Deutschland allgemein nicht. Mangelerscheinungen allerdings schon. Wenn die Darmflora gestört ist, können viele Stoffe nicht aufgenommen werden. Wenn die Darmschleimhaut entzündet ist, die ist Aufnahme ebenfalls gestört. Und bei einer chronischen Magenentzündung (Gastritis beim Hund, Gastritis beim Pferd) kann eine Blutarmut durch Mangel an Vit. B12 enstehen.

In der chinesischen Medizin ist die Diätetik, die Individuell angepasste Ernährung, die Grundlage jeder Behandlung. Die tägliche Nahrung wird als Teil der Therapie aufgefasst. Ein Grundrezept wird, abhängig von der sogenannten Syndromdiagnose, individuell verändert. Auch in der westlichen Medizin bekommt die Ernährungsberatung wieder ein stärkeres Gewicht. Mangelerscheinungen durch Ernährungsfehler verursachen viele Krankheiten. Andererseits ist die dem Individuum angepasste Ernährung Voraussetzung für den Heilungsprozess bei vielen oder fast allen chronischen Erkrankungen.

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