Senior Hund - Hunde im Alter

Wann ist ein Hund alt?

Wann ein Hund alt ist, kann man nicht genau festlegen. Das kritische Alter beginnt bei Riesenrassen (wie Bernhardiner, Greyhound, Riesenschnauzer, …) bereits mit sechs Jahren. Dann kann man bei ihnen von einem alten Hund sprechen. Bei Großen Hunden (DSH, …) mit ca. sieben Jahren. Für mittelgroße Hunde nimmt man oft acht Jahre als kritische Grenze an. Die kleinen Rassen bleiben bis zu zehn Jahren unverändert munter.

Tabelle von Ulrich Klever aus „Knaurs Grossem Hundebuch“, die auf die gegenseitigen Lebensstadien eingeht:

 

Hundealter

Menschenalter

3 Monate

3 Jahre

4 Monate

5 Jahre

6 Monate

10 Jahre

8 Monate

14 Jahre

12 Monate

16 Jahre

18 Monate

20 Jahre

2 Jahre

24 Jahre

3 Jahre

28 Jahre

4 Jahre

32 Jahre

5 Jahre

36 Jahre

6 Jahre

40 Jahre

7 Jahre

44 Jahre

8 Jahre

48 Jahre

9 Jahre

52 Jahre

11 Jahre

60 Jahre

12 Jahre

64 Jahre

 

Durchschnittlich werden Mischlinge, Kastrierte Hunde und schlanke Hunde 1-2 Jahre älter. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Hunden liegt bei 8-10-16 Jahren. An dieser Spanne kann man gut sehen, welche Unsicherheiten bestehen.

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  4. Sonderfall Demenz beim Hund
  5. Behandlung bei Demenz

Alterung bedeutet: Verlangsamung aller Prozesse im Körper eines Hundes …

Der Stoffwechsel eines alternden Hundes wird langsamer. Alle Anpassungsvorgänge brauchen mehr Zeit: selbst die Aufregung beim Anblick des Lieblingsfeindes fängt langsamer an. Aber die körperlichen Folgen der Aktivierung bleiben länger bestehen.

Das Immunsystem eines alten Hundes ist nicht mehr so fit wie früher. Der Magen-Darm-Trakt arbeitet weniger effektiv: manche Hunde vertragen nicht die geringste (hundetypische) Abweichung in ihrer Diät.

Herz und Kreislauf des alt gewordenen Hundes können schlechter Anstrengungen kompensieren. Die Durchblutung aller Organe lässt nach: sie werden schlechter ernährt und versorgt. So können sie ihre Aufgaben schlechter erfüllen als in jüngeren Jahren. Besonders auffällig ist das bei Leber und Nieren: die Hunde fangen an zu miefen, man riecht sie deutlich.

Und: alte Hunde hören schlechter. Ihr Gehör lässt nach. Auch ihr Gehirn funktioniert langsamer. Was sie sich in den Kopf gesetzt haben, können sie nicht mehr so schnell ändern: die berüchtigste Alters-Sturheit der Hunde.

Alterung an sich ist keine Krankheit.

Deshalb gibt es keine Heilmethode gegen das Alter. Man kann aber helfen, damit der Hund im Alter so fit und lebenslustig lebt, wie es nur möglich ist.

Die Ernährung beeinflusst das Altern ebenso wie genetische Faktoren. Seine Veranlagung und alles, was ihr Hund erlebt hat, wirkt sich auch in der Alterung aus. Das Fachgebiet der Geriatrie befasst sich mit den Veränderungen im Alter durch Durchblutungsstörungen.

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